Landschaftsfotografie, Tierfotografie: Schwan auf dem Bergwitzsee | Foto: Dieter Eikenberg, imprints

Bergwitzsee – Schwanensee im Liegestuhl

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Eigentlich stand das Fotografieren gar nicht auf der Tagesordnung. Die Füße hochlegen, relaxen, ein wenig lesen, … In diesem Sinne hatte ich für ein verlängertes Wochenende ein schwimmendes Haus im Bergwitzsee-Resort gemietet.

Dann konnte ich den Finger doch nicht ganz vom Auslöser meiner Kamera lassen. Direkt auf dem Wasser residierend bekam ich eine abwechslungsreiche Szenerie geboten. Von der Terrasse, quasi aus dem Liegestuhl heraus, wurde mir eine sich stetig verändernde Kulisse geboten. Ich musste mich nicht nennenswert bewegen, die Bilder kamen zu mir: Mitten auf dem See ein Inselchen, dass sich je nach Tageszeit und Wetterlage in unterschiedlichen Lichtspielen präsentierte. Mal geschmückt mit einem Regenbogen, später sanft vom Mondlicht in Szene gesetzt, …

Na, und dann die Vogelwelt, die in allen Elementen an der Terrasse vorbeidefilierte. Besonders zutraulich zeigte sich ein Schwan, der sein kulinarisches Begehren durchaus deutlich mitzuteilen wusste. Natürlich ist es beeindruckend, solch ein Tier ganz nah zu betrachten. Trotzdem bin ich immer etwas skeptisch, wenn „wilde“ Tiere sich allzu zutraulich verhalten. Meine Skepsis bezieht sich dabei auf die beteiligten Menschen. Gehen sie immer artgerecht mit diesem Distanzverlust um?

Nun, gegen den stillen Beobachter am Rande des Sees ist sicherlich nichts einzuwenden.

Verrückt nach Camping – Die ARD dreht am Bergwitzsee

Kamerafrau am Bergwitzsee

Bei meinem kleinen Trip an den Bergwitzsee ergab es sich, dass ich, der Beobachter, selbst beobachtet wurde. Ein Fernseh-Team der ARD drehte gerade Beiträge für eine neue Serie mit dem Titel „Verrückt nach Camping“ (Ausstrahlung in mehreren Folgen ab Ende September im Nachmittagsprogramm – 16:10 Uhr – der ARD). Das ganze Jahr 2018 über wird das Leben im Bergwitzsee-Resort filmisch begleitet.

Das Leute vom Fernsehen fragten sich – und dann mich, was mich denn an diesen Ort verschlagen habe. Die Antwort gemäß ursprünglichen Plan – Füße hochlegen und lesen – wäre sicherlich zu langweilig gewesen. Also besuchte mich das Film-Team auf meiner Beobachtungsplattform und begleitete mich auf einer kleinen Foto-Tour mit dem hauseigenen Ruderboot über den See.

Irgendwie fühlte ich mich an das TV-Team aus dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert. Ein humorvoller Reporter, eine hübsche Frau, zu Scherzen aufgelegte Kollegen, … hier natürlich weniger verschroben und viel netter!

Wir dürfen gespannt sein, was das Team der ARD für Geschichten aufgespürt hat. Was ich am Rande mitbekam: Da gab es einen uralten großen Verschlag, der vor laufender Kamera nach Jahrzehnten zum ersten Mal geöffnet wurde. Darunter befand sich … Nein, das werde ich an dieser Stelle nicht verraten. Darauf dürfen Sie, liebe Zuschauer, gespannt sein.

Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an …

  • … Dr. Hella Christiansen, die mir ihre Fotos – die auf denen ich selbst abgebildet bin, es sind keine „Selfies“! – zur Verfügung stellte.
  • … meine Frau Gabriele, die das Ruder in die Hand genommen hat – jedenfalls für die Foto-Bootsfahrt.
Am Rande des Sees – Die Region: Wittenberg, Wurlitz, …

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Natürlich ist es lohnenswert, sich einmal vom Liegestuhl auf der Terrasse zu lösen. Rings um den See herum kann man wunderbar die Natur genießen, im Großen und im Kleinen. Bei meinen Wanderungen fand ich das Ablassventil für den See, so jedenfalls flüsterte es mir meine Phantasie zu. Offensichtlich unbenutzt seit sehr langer Zeit. So soll es bleiben!

Auch das weitere Umfeld hat viel zu bieten: Wurlitzer Park, Wittenberg u.v.a.m. – Wie gesagt, ich wollte ja auch noch meinen Krimi zu Ende lesen, daher habe ich meine Kamera meist in der Ecke stehen lassen. Will sagen: Von der rings um den See und der näheren Umgebung zu erlebenden Schönheit gibt es dieses Mal nur wenige Fotos. Und, ich sage und mach es nicht ganz so gerne: Da kommt dann auch mal die gute Kamera meines Smartphones – mit allen bekannten leistungsmäßigen Einschränkungen – zum Einsatz.

Mehr als die üblichen touristischen Motive interessieren mich oft die Szenen am Rande: Tauben, die sich vor einer Ladentür in Pose werfen, Zeugnisse aus der Vergangenheit, … solche Dinge lassen sich hier finden.
Eine Reise zum Bergwitzsee, sie lohnt sich – ob zum Relaxen oder zum Fotografieren. Ich empfehle beides.