Blick über den Seeburger See

Seeburger See

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Herrliche Vogelwelt

Gut 20 km in östlicher Richtung von Göttingen entfernt liegt der Seeburger See. Weit mehr als 200 verschiedene Vogelarten sind hier heimisch oder vorübergehend zu Gast. Schilfrand und die „größte natürliche Wasserfläche Südniedersachsens“ stehen seit vielen Jahren unter Naturschutz.

Seeburger See

Ein Rundweg um das Gewässer lockt viele Besucher zum Wandern ein. Darüber hinaus ragen lange Holzstege in den See. Aus diesem Grund ist es hier möglich, der Welt der Wasservögel etwas näher zu kommen. Vorausgesetzt die hier wandelnden Menschen benehmen sich natürlich-zurückhaltend.

Haubentaucher auf dem Seeburger See

Besonders attraktiv sind die hier gut zu beobachtenden Haubentaucher. Die pittoresken Schönheit der Tiere an sich. Darüber hinaus beeindrucken mich die verschiedensten Schauspiele. Beispielsweise Balzverhalten, Jagdszenen, Gefiederputz und dergleichen mehr.

Blässhuhn

Nebenher konnte ich ein Blässhuhn beobachten. Emsig war es dabei “Baustoff” für den Nestbau zu sammeln.

Stockente

Obwohl schon tausendfach abgelichtet: Auch Stockenten sind ein lohnenswertes Motiv.

Gerne habe ich dem Medienarchiv Wikimedia Commons für die “Category: Seeburger See” eine Auswahl meiner Fotografien zur Verfügung gestellt.

Seeburger See – Wasserqualität?

Als Nutznießer, Genießer, als Fotograf, sollte man die Augen vor möglichen Schattenseiten nicht verschließen. Daher ein paar Bemerkungen zu einer kontroversen Debatte um die ökologische Situation des Seeburger Sees.

Richtigerweise werden immer wieder ökologische und hygienische Probleme hinsichtlich der Wasserqualität diskutiert. Langfristige Messungen ergaben laut Angabe des Arbeitskreises Göttinger Ornithologen (2006) hohe Phosphat- und Nitratgehalte. Vermutet wird u.a., dass die nah an den See heranführende landwirtschaftliche Nutzung mitverantwortlich für kritische Verhältnisse sei.

Widersprüchliche Meldungen sorgen für Verwirrung. Göttinger bzw. Eichsfelder Tageblatt verkünden am 11.07.2018 u.a. unter Berufung auf Mitteilungen des Gesundheitsamts Göttingen: „Seeburger See hat gute Wasserqualität“. Nur wenige Tage später, am 23.08.2018 titelt der Harzkuriert: „Wasserqualität des Seeburger Sees ist ein Problem“.

Die neuste mir bekannte Mitteilung der Stadt Göttingen vom Mai 2020 stellt in Sachen Seeburger See fest: „Das Verschmutzungspotential wird (…) insgesamt als gering eingestuft (…) Aufgrund der Analyseergebnisse der letzten vier Jahre wurde die Badegewässerqualität als „ausgezeichnet“ eingestuft (…) Das Risiko einer Massenvermehrung von Makroalgen oder Phytoplankton ist gering.“

Zieten-Schloss in Wustrau

Wanderungen durch Brandenburg – Die Grafschaft Ruppin (Teil 1)

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Auf und neben den Spuren von Theodor Fontane

Wustrau

Die Anreise

Ich komme mit einem Auto über die Ernst-Thälmann-Straße gefahren und parke in der Zietenstraße, schräg gegenüber der Kirche von Wustrau. Mein Weg führt mich zum in Richtung Südspitze des Ruppiner Sees gelegenen Schloss. Wir schreiben das Jahr 2020.

Theodor Fontane besuchte das Dorf in den Jahren 1859, 1861 und vermutlich nochmals 1864.

Das Zietenschloss in Wustrau

Das in seinen „Wanderungen“ beschriebene „Zietensche Herrenhaus“ (Zietenschloss) existiert noch. Es wurde im Laufe der Jahre baulich erweitert und ist heute Tagungsstätte der Deutschen Richterakademie. Das bei Fontane beschriebene hohe Dach, die Fensterfront, die Rampe und das Wappen – alles ist noch vorhanden.

Störche in Wustrau

Dann geht es zurück durch den zwischen Schloss und Kirche angesiedelten öffentlichen Park. Auf einem hohen, schmalen Backsteinturm residiert dort seit Jahren eine Storchenfamilie, die immer wieder Zuschauer anlockt. Eine junge Frau aus Wustrau erzählt mir, vor ein paar Jahren habe allseits Aufregung im Dorf geherrscht: Es sei zu einen handfesten Streit unter Störchen gekommen. Ein dritter Storch hatte die Eier des angesiedelten Paares zerstört, was zu weithin hörbaren lautstarken Auseinandersetzungen führte. Den so alarmierten Einwohnern von Wustrau blieb am Ende nur die Trauer über den Verlust des erhofften Nachwuchses.

Bei meinem Besuch jetzt herrscht Frieden im Nest. Storchenkinder lassen sich allerdings nicht blicken.

Der Rotmilan von Wustrau

Laut wird es an diesem eigentlich stillen Ort dann trotzdem. In der Nähe der auch in den „Wanderungen“ beschriebenen Dorfkirche landet ein Rotmilan hoch oben in einem Baum. Lautstark verkündet er von dort aus minutenlang seine Botschaften. Nun hat er sich verausgabt, gibt auf und fliegt davon.

Grabstätte Friedrich Christian von Zieten

Ich wende mich der Kirche zu und gehe zur direkt dahinter gelegenen Grabstätte von Friedrich Christian von Zieten. Er war der „letzte Zieten aus der Linie Wustrau“, heißt es beim Dichter.

Grabstätte Friedrich Christian von Zieten in Wustrau

Die Rede ist vom Sohn des legendären Husarengenerals Hans Joachim von Zieten. Friedrich Christian hatte sich bereits lange vor seinem Tod das nun von mir in Augenschein genommene Hühnengrab errichten lassen. Er präsentierte dieses seinem preußischen König Friedrich Wilhelm IV bei dessen Besuch in Wustrau. Daran anknüpfend publiziert Fontane in seiner äußerst kritischen Würdigung des Landrats folgende Anekdote: „Der König wies auf eine Stelle des Riesenfelssteins und sagte: „Zieten, der Stein hat einen Fehler“, worauf der alte Herr erwiderte: „Der darunter liegen wird, hat noch mehr.““ – Mit etwas Phantasie lässt sich der Fehler im Stein noch heute ausmachen.

Hans Joachim von Zieten – Denkmal

Nun wende ich mich dem Vater, Hans Joachim von Zieten zu. Eine Nachbildung des Berliner Schadow-Denkmals vom Husarengeneral befindet sich im Pfarrgarten südlich der Dorfkirche direkt neben dem Brandenburg-Preußen Museum. Fontanes Kommentar zur Skulptur: „Dies übergeschlagene Bein, diese Hand am Kinn, als ob mal wieder ein lustiger Husarenstreich ersonnen und ausgeführt werden solle, das alles ist ganz im Charakter des Husarentums, aber durchaus nicht im Charakter Zietens, …“

Ein Platz für Tiere

Mit der Kamera in der Hand gehe ich die Zietenstraße entlang. Neben mir hält ein Auto. Der Fahrer spricht mich freundlich an und fragt, ob ich an Tipps für Tierfotografien in der Nähe interessiert sei. Na sicher! So fahre ich an die angegebene Stelle und bin begeistert. Absolute Ruhe. Füchse, Störche, Kraniche und Reiher präsentieren sich auf einer riesigen Wiese am Waldrand im Abendlicht.

Leider ist es schon spät und meine Rückreise steht an. So reichen Licht und Zeit nur für wenige Aufnahmen von Tieren in fast unberührter Natur.

Eines steht fest: Ich werde wiederkommen!

Kontakt

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Gerne bin ich persönlich für Sie zu sprechen. Rufen Sie mich einfach an:

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Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

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Gänseküken Graugans | Foto: Dieter Eikenberg

Graugans – Küken am Kiessee Göttingen

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Damit hatte ich Anfang April (5.4.2020) noch nicht gerechnet: Küken eines Graugans-Paares am Kiessee Göttingen. Zunächst hatten Sie sich gut versteckt. Nur zufällig entdeckte ich ein zierliches Köpfchen neugierig zwischen Gräsern hervorschauend. Nach einer Weile entschloss sich Familie Gans zu einem gemeinsamen Ausflug über den See. Schließlich gar mit Landgang. Ganz ruhig am Rande des Wassers sitzend wurde mir ein herrliches Schauspiel geboten.

Das erste Bild der oben stehenden Galerie zeigt, dass Eltern und Nachwuchs nicht immer die gleiche Richtung bevorzugen. Da muss schon mal eine Ansprache im Familienkreis erfolgen. Das Wasser des Göttinger Kiessees hat Balken, die laden die Küken zum Spielen ein. Immer in der Nähe: die Eltern. Sie halten permanent Ausschau, ob von irgendwoher Gefahr droht. Beim Landgang wird fleißig gepickt, vermutlich Samen oder Insekten.

Passend zum Thema möchte ich Sie an dieser Stelle auch auf meine Seite zur Landschaftsfotografie aufmerksam machen. Auch dort geht es u.a. um das Thema Tierfotografie.

Übrigens, privat oder geschäftlich:
Sie können mich über die Werbeagentur imprints in Rosdorf (Landkreis Göttingen) als Fotograf in Sachen Landschaftsfotografie, Tierfotografie u.v.a.m. buchen. – Weitere Informationen zur Werbeagentur Imprints GmbH finden Sie im Internet unter: imprints.de.