Schneelandschaft im Westharz

Schneelandschaft Westharz

Wir starten unsere Tour in Hörden am Harz. Hier unten ist der Schneefall der letzten Tage vergleichsweise bescheiden ausgefallen. Nach wenigen Kilometern geht es steil bergauf. Mit jedem Höhenmeter, den wir durch ein Waldgebiet erklimmen, nimmt die weiße Pracht, die uns umgibt, zu. Schließlich lichtet sich der Baumbestand und wir gelangen auf eine Anhöhe, die uns großflächig eine beeindruckende Schneelandschaft präsentiert.

Über den Wolken

Nun befinden wir uns „über den Wolken“. Ein grau-weißer Schleier verhüllt fast komplett den Blick in die umliegenden Niederungen. Beeindruckend! Wie Spargelspitzen ragen lediglich einige Windräder aus dem Nebelteppich heraus. Schauen wir nach oben, strahlen uns Sonne und ein tiefblauer Himmel an.

Motive einer Schneelandschaft

Vor uns liegt eine atemberaubende Schneelandschaft. Kleine diamantene Punkte blinken uns an und schmücken flächendeckend die weiße Pracht. Abgesehen von einer Fuchsspur breitet sich vor uns unberührte Natur aus.

Wir wandern auf vermuteten Wegen über die Anhöhe. Wir fragen uns, wo hier denn der Pfad gerade lang geht. Und schwupp sind wir mit unseren Beinen im Schnee versunken. Da ist der vermutete Weg wohl gerade gar keiner oder eine Schneewehe türmt sich unvorhersehbar auf.

Nun wollen wir das Baumsterben im Harz nicht verschweigen. Es ist unübersehbar, auch hier auf unserer Wanderung. Wir alle hoffen auf Besserung, insbesondere auf die Einsicht der Menschen, insbesondere der Politiker*innen, dass umfassende Maßnahmen zum Klimaschutz dringend geboten sind. Diese dürfen nicht permanent hintertrieben, verwässert und abgebaut werden.

Noch können wir Natur genießen, wie wir gerade erleben. Der spröde Charme absterbender Bäume in winterlicher Umhüllung ist so ein durchaus zwiespältiges Vergnügen.

Zum Aufwärmen in die Hütte

Zurück zur aktuellen Wanderung durch die Schneelandschaft. Zu meiner großen Freude gibt es nun eine Pause zum Aufwärmen, innerlich und äußerlich, in einer kleinen Forsthütte. Danke für die Einladung!

Schneelandschaft im Abendlicht

Der Abend naht und die untergehende Sonne taucht die Szenerie in ein warmes Licht. Mein Fotografenherz schlägt höher. Ein paar letzte Aufnahmen und dann geht es zurück in die Niederungen des Alltages.

WAR SONST NOCH WAS?

Leider nichts Neues: Zu viele Psychopaten regieren unsere Welt und weitere gefährliche Dummköpfe streben nach Machtergreifungen. Die Demokratie steht weltweit unter Druck, auch bei uns in Deutschland. Das erfüllt viele von uns mit Angst und Wut. Es fällt schwer, das Gute im Leben zu finden, es zu genießen und zu lieben. Was tun?

Auch wenn wir uns oft macht- und hilflos fühlen, am Wichtigsten ist sicherlich, dass wir uns nicht dem Schicksal ergeben sondern beharrlich selbst handeln. Wo und wann immer es möglich ist, müssen wir uns für Demokratie, Frieden, Toleranz und Menschlichkeit einsetzen. Das kostet Kraft und manchmal braucht es dazu eine Erholungspause. Um diese geht es mir an dieser Stelle.

Eine Möglichkeit dem aktuellen Wahnsinn mal ein paar Stunden zu entfliehen und neuen Lebensmut zu tanken ist eine Wanderung durch die Natur, wie oben beschrieben und fotografisch dokumentiert.

Eine weitere Insel der Erholung finde ich in der Musik. Häufig verbinde ich Landschaftseindrücke mit Klangwelten. Deshalb hier mal eine persönliche Empfehlung. Genießen Sie die Musik von Jean Sibelius, seine herrlichen Sinfonien. Beispiel gefällig? Hören Sie sich in aller Ruhe mal seine 4. Sinfonie an. Besonders empfehlenswert finde ich die Aufnahme der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan aus dem Jahr 1965 (Berlin, Jesus-Christus-Kirche).

Auch Sibelius liebte Wanderungen durch die Natur. Sie war für ihn Inspirationsquelle für viele seiner Kompositionen. Insofern lässt sich durchaus eine Brücke zur hier beschriebenen Foto-Tour durch die Landschaft schlagen. Ja, ich weiß, Harz und finnische Landschaften sind nicht das Gleiche. Aber das ist ja das erstaunliche an der Musik, sie bietet oft individuelle Spielräume für eigene Interpretationen und Träume.

Naturwanderungen, Fotografie, Musik, … sind mein Lebenselexier. Es gibt viele weitere Alternativen, das Leben zu genießen. Die meisten von uns haben hier in Deutschland zumindest die Chance, solch erfüllende Momente zu erleben. Für viele Menschen auf der Erde ist dies leider nicht so. Sie müssen ums „nackte Überleben“ kämpfen.

Also, nutzen wir unsere vergleichsweise komfortablen Möglichkeiten Lebensfreude zu erfahren und so Kraft für den friedvollen Einsatz für eine bessere Welt zu gewinnen.

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