Landschaftsfotografie: Côte de Granit Rose – Fels-Balance auf der Halbinsel Renote | Foto: Dieter Eikenberg, imprints

Côte de Granit Rose – Bretonische Belichtungen (Teil 1)

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Côte de Granit Rose: Felsen, Meer und mehr

Seit vielen Jahren führt mich der Weg immer wieder in die Bretagne. Diesmal reiste ich an die „Côte de Granit Rose“.

Den letzten Kick dazu gab mir die Lektüre des Kriminalromans „Bretonisches Leuchten“ von Jean-Luc Bannalec. Ich wollte die Landschaft mit eigenen Augen und eigener Kamera sehen, die dort mit offensichtlicher Begeisterung des Autors beschrieben wird.

Nebenbei bemerkt: Auch sonst ist das Buch zu empfehlen. Neben den reizvollen Landschaftsschilderungen gibt es eine spannende Geschichte mit skurrilen Charakteren. Das ganze ist gewürzt mit einer ordentlichen Portion Humor. Ersparen können Sie sich hingegen die völlig misslungene filmische Umsetzung! Es sei denn, Sie beschränken sich auf die Passagen mit schönen Landschaftsaufnahmen. Den Ton können Sie derweil ruhig abstellen.

Auf dieser Seite möchte ich Ihnen natürlich meine Eindrücke, meine Fotos präsentieren.

Felsen für die Phantasie

Besonders beeindruckend sind die bizarren Felsformationen! Diese kann man besonders gut bei einer Wanderung über den an der Küste entlangführenden „Zöllnerpfad“ bewundern. Je nach Wetterlage und Tageszeit erscheinen die von der Natur geformten großen Kunstwerke in einem anderen Licht. Sie versetzen dem staunenden Betrachter in unterschiedliche Stimmungen. Es wird nie langweilig. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf! Plötzlich erkennen Sie in riesigen Steinskulpturen eine Flasche (welche Rolle “meine Möwe” wohl für das Gleichgewicht spielen mag?), eine Paprikaschote, einen Champignon, Napoleons Hut und vieles andere mehr. Je nach Entfernung und Perspektive löst sich die Erscheinung mitunter auf. Wo eben noch eine überdimensionierte Schildkröte zu sehen war verbleibt der Fels an sich – immer noch sehenswert.

Im wahrsten Sinne des Wortes herausragend fand ich den bei Tregastel zu bewundernden “Würfel”. Aus rein geometrischer Sicht ist der “Würfel” natürlich gar kein Würfel. Je mehr man sich dem Gebilde nähert, desto mehr löst sich die Kubus-Illusion auf. Steht man mit der Nase – bzw. mit der Kamera – direkt vor dem herausragenden Felsen, ergeben sich Formen, die eher an Wüstenmotive erinnern. – Mindestens genauso eindrucksvoll ist ein etwas versteckt in der Nähe liegender Stein mit einer U-förmigen Aushöhlung. Von hier aus lässt sich das Meer mit seinen szenarischen Darbietungen in einem ganz neuen Rahmen betrachten.

Bizarre Formen und glühendes Gestein

Nicht jede Felsformation führt die Phantasie zu konkret figürlichen Ergebnissen. Bizarre Aushöhlungen unterschiedlichster Art, Felskombinationen und das Zusammenspiel mit der Pflanzenwelt wissen für sich allein zu beeindrucken. Je nach Stand der Sonne projizieren beispielsweise runde Löcher in den Felsen wandernde kreis- oder ellipsenförmige Lichtzeichnungen auf die Umgebung.

Bei gutem Wetter glühen die Felsformationen und Bauten aus rosa Granitstein im Abendlicht.

Spätestens jetzt versteht jeder den Namen der Region: „Côte de Granit Rose“ – Küste des rosa Granit.

Meer Kunstwerke und Spiele

Auch das Meer selbst und der damit einhergehende Wind formen faszinierende “Kunstwerke”, setzen Naturerscheinungen richtig in Szene und locken staunende Betrachter an.

Vom Mensch geschaffen – von der Natur geformt und gefordert

Boote und Schiffe, mal ruhig dahingleitend, mal im Kampf mit der Naturgewalt des Meeres, mal vor Anker oder auf dem Trockenen liegend – immer wieder beeindruckend, selbst wenn ein Kahn nicht mehr ganz seetüchtig ist.

Bauwerke – Harmonie und Kontrast

Die Bauten entlang der Küste sind – blenden wir einmal die touristisch orientierten Badebuchten aus – oft pittoresk und gut in das Landschaftsbild passend. – Rolle rückwärts, blenden wir die Badebucht wieder ein: Auch hier ergeben sich mitunter skurrile Bilder, wie die einer bunten Reihung von Umkleidekabinen.

Ebenfalls gut in die Landschaft integriert ist das zur Gemeinde Tregastel gehörende, in der Nähe des Strandes von Ploumanac´h auf einer Felseninsel gelegene Schloss Costaérès. Bei Ebbe und entsprechender Vorsicht kann man bis zum Eingangstor wandern. Ist man bis hierher gegangen – oder geschwommen – steht man vor einem verschlossenen Tor, die Anmut des dahinter liegenden Gartens lässt sich nur erahnen.

Mehr Belichtungen

Dies ist der erste Teil zu meiner Fototour entlang der „Küste des rosa Granit“. Auf und neben den Spuren von Kommissar Dupin gab und gibt es noch viel zu entdecken.

Wenn Ihnen diese “Bretonischen Belichtungen” von der Côte de Granit Rose gefallen haben – es gibt noch zwei weitere Folgen mit den Titeln:

Übrigens, Sie können mich für Ihren Fotoauftrag buchen: Entweder direkt oder über die Werbeagentur imprints, für die ich arbeite.

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